Barcelona encantadora!

Gleich am zweiten Tag des Neuen Jahres 2019 starteten wir zu einem Kurztrip nach Barcelona. Zwei gebuchte Übernachtungen bedeuteten, dass wir einen Abend und einen kompletten Tag Zeit hatten, uns einen Eindruck von der katalonischen Metropole zu verschaffen. Die Wettervorhersage meinte es gut mit uns und versprach viel Sonnenschein bei Temperaturen um 15 °C, und das Anfang Januar.

Unterkunft und Mobilität

Untergebracht waren wir in einem Hotel im Stadtteil Eixample, was sich strategisch als optimal erwies. Die nächste Station der Metro war nur drei Minuten entfernt, so konnten wir schnell und unkompliziert alle Ziele in der Stadt erreichen. Für die Metro kauften wir uns eine kostengünstige Zehnerkarte (T-10). Diese hat den Vorteil, dass man gegenüber Einzelfahrscheinen nicht nur 11,80 € spart, sondern dass man mit diesem Ticket auch den RENFE-Zug für den Flughafentransfer nutzen kann. Dieser (Linie R2-Nord) benötigt vom Flughafen bis in die Innenstadt ca. 25 Minuten.

Als Alternative zur Metro soll sich Barcelona auch sehr gut mit dem Fahrrad erkunden lassen. Dafür steht ein mehr als 200 km langes Radwegnetz zur Verfügung. Da wir uns jedoch für die Metro entschieden hatten, kann ich über Erfahrungen auf zwei Rädern in der Stadt nicht berichten. 

Unser Ablauf und die Highlights

Nach der Ankunft im Hotel verbrachten wir den ersten Abend ausschließlich im Barri Gòtic, dem gotischen Viertel Barcelonas. Das Barri Gòtic ist auch gleich als eines der Highlights zu nennen, welches man beim Besuch der Stadt unbedingt nicht nur gesehen, sondern auch erlebt haben muss. Enge und verwinkelte Gassen, die ihren Ursprung im Mittelalter haben, viele Kirchen und historische Gebäude, unzählige Tapas Bars und kleine Geschäfte findet man in diesem bezaubernden Stadtteil. Gleich drei Geocaches (ein Tradi, ein Virtueller und ein Earthcache) thematisieren die sehenswerte Kathedrale von Barcelona, die den Mittelpunkt des gotischen Viertels bildet. Im weiteren Verlauf der Erkundung fanden wir neben einigen interessanten Street Arts noch einen Tradi am römischen Turm, bevor wir den Tag bei sehr leckeren Tapas ausklingen ließen.

Am zweiten Tag brachen wir nach dem Frühstück im Hotel zu einem nicht mehr geheimen Geheimtipp auf. Auf dem Berg Turó de la Rovira befindet sich ein Lost Place aus dem spanischen Bürgerkrieg. Hier wurden gegen Ende der 1930er Jahre hoch über den Dächern der Stadt die „Bunkers del Carmel“ errichtet, die mit Geschützen und Bunkern der Luftabwehr dienten. Auch wenn solche Locations die Herzen von Geocachern höher schlagen lassen, ist es vor allem die fantastische 360°-Aussicht auf ganz Barcelona, die für den Aufstieg belohnt. Während unserer Tour auf den Berg beobachteten wir gritzegrüne Mönchsittiche (eine Papageienart, die ursprünglich in Südamerika beheimatet ist) und etliche Sträucher und Kakteen in voller Blüte, zudem hatten wir einen wolkenlosen Himmel bei milden 14 °C. Dabei gerieten die Geocaches GC7CAFZ und GC7B978 zur Nebensache.

Wieder am Fuße des Berges angekommen, fuhren wir mit der Metro zurück ins Zentrum und entschieden uns für eine Hop-on, Hop-off Bustour durch die Stadt. Auch wenn ich diese Tour nicht unbedingt als Highlight bezeichnen würde, hat sie den Charme, dass man an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei kommt und Informationen zu diesen bekommt. Es gibt in Barcelona drei verschiedene Routen (blau, rot und grün), die man alle mit einem Ticket fahren kann. Da wir wegen der begrenzten Zeit nur eine Route fahren wollten, wählten die Blaue, da diese an der berühmten Sagrada Familia und am Stadion des FC Barcelona, dem Camp Nou vorbei führt. Neben der Sagrada Familia bekommt man auf der blauen Route noch einige weitere Werke des berühmten Architekten Antoni Gaudi zu sehen.

Wir verließen den Bus in der Nähe vom Placa de Catalunya, denn unser nächstes Ziel war die „La Rambla“. Diese wohl bekannteste Promenade Barcelonas ist gut einen Kilometer lang und reicht vom Placa de Catalunya im Norden bis zum alten Hafen im Süden. Umrahmt von Bäumen herrscht rechts und links der Mittelpassage geschäftiges Treiben. Geschäfte, Souvenirshops, Restaurants und Blumenläden prägen das Bild. Im unteren Teil zeigen sich viele Straßenkünstler als menschliche Statuen ihrem Publikum. Für Geocacher gibt es am Anfang und am Ende der Straße je einen virtuellen Cache und etwa auf der Hälfte führt ein Tradi in einen geheimnisvollen Stadtgarten. Zwar konnte ich den Cachebehälter vor Ort nicht finden, aber der Garten inmitten des großstädtischen Trubels ist wirklich sehenswert und strahlt eine fast schon unnatürliche Ruhe aus.

Nach der La Rambla besuchten wir dann erneut das Barri Gòtic. Dieses schöne Viertel wollten wir uns unbedingt auch nochmal bei Tageslicht ansehen. Anschließend zog es uns noch in das Stadtviertel La Barceloneta an den Strand. Hier schauten wir einigen Surfern in den hohen Wellen zu, lösten die Aufgaben eines Earthcaches und ließen uns im Sonnenuntergang noch ein wenig den Wind um die Nase wehen. Außerdem gibt es hier nun einen neuen OC-only als virtuellen Cache zu finden.

Nach dem Abendessen in einer orientalisch angehauchten Tapas Bar und einer letzten Übernachtung flogen wir am  nächsten Morgen wieder zurück nach Hannover.

Fazit

Auch wenn wir nur für eine relativ kurze Zeit vor Ort waren, haben wir doch viel unternommen und einen sehr guten Eindruck von der Stadt bekommen. Barcelona ist unbedingt einen Besuch wert und bekommt auf jeden Fall einen Platz in der Liste unserer Lieblingsstädte.

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