Eine Begegnung der anderen Art

Quelle: Wikipedia

Ein nicht unerheblicher Reiz beim Geocaching besteht darin, sich in der Natur zu bewegen, ganz egal ob bei einer Wanderung in reizvoller Landschaft, einem Spaziergang durch den Wald oder auch beim Klettern. Dabei trifft man zwangsläufig auch auf wild lebende Tiere. Bei mir zumindest ist es so, dass ich noch nie so vielen Wildtieren begegnet bin, seitdem ich Geocaching betreibe. Das liegt natürlich nicht primär an dem Spiel selbst, sondern daran, dass ich mich einfach wie eingangs erwähnt viel öfter in Wald und Flur aufhalte als früher.

Was die Tierbegegnungen angeht, hat vielleicht jeder so seine „Highlights“. Kaninchen, Rehwild und in der entsprechenden Jahreszeit auch Frösche, Kröten und andere Amphibien gehören dabei fast schon zum Standard. Durchaus außergewöhnlicher fand ich da schon die Sichtung von Ringelnattern (s. Foto), einer Eule bei Tageslicht oder einem ganzen Rudel Muffelwild. Auch einen großen Keiler haben wir während eines Multis im Wald schon einmal aufgeschreckt. Die Frage ist, wer damals erschrockener war, wir oder das Wildschwein 😉

Quelle: eigenes Foto

Den vorläufigen Höhepunkt erlebten wir erst kürzlich, als wir ein verlängertes Wochenende im Osten der Republik verbrachten. Die Wegführung eines LP-Multis lotste uns recht weit in einen dichten Kiefernwald. Der grasbewachsene Waldweg war stellenweise leicht mit Schnee bedeckt und das Wetter trocken und klar. Gerade als wir versuchten die nächste Zwischenstation in der Ferne auszumachen, kreuzten etwa 100 Meter vor uns, zwei Tiere unseren Weg. Gewohnheitsgemäß war unser erster Gedanke, dass es Rehe seien, aber die Tiere bewegten sich nicht wie Rehwild, sondern eher wie Hunde. Damit war schnell klar, dass wir soeben zwei Wölfen begegnet waren, die uns ihrerseits unaufgeregt aber wachsam beobachteten und zielstrebig ihren Weg ins Dickicht fortsetzten. Natürlich blieben wir erstmal stehen und es machte sich ein Zustand mit einer Mischung aus Neugier, Angst und Freude breit. Sollten wir weitermachen oder abbrechen und zurück zum Parkplatz gehen? Nachdem der erste Schreck verflogen war, entschlossen wir uns dazu, wohl wissend dass der Mensch vom Wolf in der Regel nichts zu befürchten hat, im Wald zu bleiben, und den Multi zu Ende zu bringen.

Dieses interessante und spannende Erlebnis dient einmal mehr als Beispiel dafür, was Geocaching für nette Begleiterscheinungen haben kann. Wobei die Begegnung mit den Wölfen für uns damals keine Begleiterscheinung war, sondern das Highlight des Tages.

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