Berlin, deine Virtuellen

Auf Städtereisen besuche und befasse ich mich gerne mit virtuellen Caches. Nachdem die ursprünglichen Virtuellen schon vorm Aussterben bedroht waren, werden mittlerweile, Dank des Virtual Rewards, auch auf der Plattform von Groundspeak wieder viele Sehenswürdigkeiten und andere zeigenswerte Locations in den entsprechenden Listings thematisiert. Da man bei diesem Cachetyp nicht irgendwelche Micros oder Nanos aus dreckigen und vermuggelten Ecken pulen muss, ist er prädestiniert für belebte Innenstädte. Orte zu zeigen, an denen das Verstecken eines physikalischen Behälters aufgrund einer extrem hohen Muggeldichte nicht möglich ist, oder sich keine geeignete Versteckmöglichkeit anbietet, ist Sinn und Zweck der virtuellen Geocaches.

Auf dem Stadtgebiet von Berlin liegen zur Zeit 19, bei Groundspeak gelistete, Virtuals. 17 davon hat der bereits erwähnte Reward auf die Karte gezaubert. Auf der Plattform von Opencaching sind es in einem vergleichbaren Gebiet sogar 79, darunter sind allerdings auch einige Safari-Caches!

Ich habe in Berlin längst noch nicht alle Virtuellen besucht, aber im Rahmen meiner letzten vier Besuche in der Hauptstadt, suchte ich immerhin neun bei Groundspeak und drei bei Opencaching auf. Für mich war das Anlass genug einen Blogbeitrag über die Berliner „Geister“ zu verfassen, auch wenn ich damit höchstens ein Zwischenfazit ziehen kann.

Ich starte meinen virtuellen Stadtrundgang am Hauptbahnhof. Hier sucht man für den bei Opencaching gelisteten OCC1EE das Gleis Neundreiviertel auf. Wenn man das Listing aufmerksam liest, findet man das Passwort zum Loggen des Caches ohne größere Probleme. Anschließend geht es über das Kanzleramt (OCB6A1) zum Berliner Reichstag.

Um die Logbedingung für den Cache GC7B8VR zu erfüllen, muss man sich allerdings bereits im Vorfeld für den Besuch der Kuppel registrieren lassen. Hier ist also ein wenig an Vorbereitung notwendig. Doch die Mühe lohnt sich, die Besichtigung ist sehr interessant. Nur einen Katzensprung vom Reichstag entfernt befindet sich das Berliner Wahrzeichen schlechthin, das Brandenburger Tor (GC7B91A). Von hier aus gelangt man, in südlicher Richtung gehend, über die Ebertstraße zum Potsdamer Platz. Dort kann man einen der beiden „old school“ Virtuals besuchen (GC57DD), der zu einigen Überresten der Mauer führt und die Teilung Berlins thematisiert. Über die Leipziger Straße, die Wilhelmstraße und die Zimmerstraße spaziert man nun zum Checkpoint Charly. An diesem bekannten ehemaligen Grenzübergang kann man sein Logfoto für den Cache GC9A6E schießen. Da die nächste Etappe etwas länger ist, bietet es sich an, nun mit der U-Bahn zu fahren. Das Ziel ist der Alexanderplatz, der an seiner Weltzeituhr gleich drei virtuelle Caches beheimatet (OC13E4C, GC7B92Q und GC7B8FC).

Vom Alexanderplatz aus kommt man per Direktverbindung schnell zum U-Bahnhof Warschauer Straße. Nach einem kleinen Fußmarsch an die Spree kommt man an das längste noch erhaltene Teilstück der Berliner Mauer, an dem sich auf einer Länge von 1,3 km die äußerst sehenswerte Eastside Gallery (GC7B6YM) befindet. Wenn man sich hier satt gesehen hat, geht es mit der U-Bahn zurück bis zur Station „Hausvogteiplatz“. Von dort aus sind es nur wenige Gehminuten bis zur Straße „Unter den Linden“. Am angrenzenden Bebelplatz befindet sich ein Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung im Dritten Reich (GC7B7JM). An dieser Location endet die hier vorgestellte Rundreise. Bei meinem letzten Besuch bin ich vom Bebelplatz aus zu Fuß zurück zum Hauptbahnhof gegangen, was ca. 30 Minuten gedauert hat. Ich hätte gerne noch den Virtuellen GC7B853 absolviert, aber ich hatte keine Zeit mehr die Logbedingung zu erfüllen, da mir mein Zug sonst vor der Nase weggefahren wäre. Aber Berlin ist immer eine Reise wert, und es gibt noch viele virtuelle Caches in der Stadt, die sich als Eckpunkte einer weiteren Sightseeing-Tour anbieten.

Am besten hat mir bisher übrigens der Virtuelle GCB8FC am Alexanderplatz gefallen. Das Listingdesign finde ich sehr ansprechend und die Logbedingung ist äußerst kreativ. Diese vor Ort zu erfüllen und in Szene zu setzen, hat wirklich Spaß gemacht.

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