Meine ersten Erfahrungen mit OC

Meinen ersten Cache bei Opencaching fand ich eher durch Zufall. Durch einige Logs bei einem unserer Multis (bei Groundspeak gelistet) erfuhr ich, dass bei einer Zwischenstation nicht nur der von uns platzierte Hinweis zu finden ist, sondern auch eine Dose von der OC-Plattform. Bei einer Wartungsrunde ergriff ich dann die Gelegenheit, neben der Kontrolle unseres Hinweises auch nach der OC-Dose Ausschau zu halten. Ich musste nicht lange suchen, um den Behälter in Small-Größe zu finden. Die Location ist auf jeden Fall sehens- und zeigenswert, also ein guter Platz für einen Geocache.

Bald darauf beschloss ich, mich einmal etwas intensiver mit der Opencaching Plattform zu beschäftigen. Das erste was dem Betrachter beim Blick auf die Karte auffällt, ist die viel geringere Anzahl an Caches im Vergleich zu Groundspeak. Einen visuellen Eindruck liefert der Kartenvergleich im unteren Bild. Suche ich auf beiden Plattformen in einem 25 km Radius um meine Heim-Koordinaten, stehen mir auf OC 156 und auf GS 3362 Caches zur Verfügung. Dieser nackte Vergleich der Zahlen ist für mich jedoch kein Kriterium Groundspeak zu bevorzugen bzw. Opencaching zu ignorieren, denn der kompetente Geocacher weiß, dass Qualität eindeutig vor Quantität geht.

Kartenvergleich (Achse Hannover – Braunschweig – Magdeburg): links Opencaching, rechts Groundspeak

Bei Groundspeak bin ich seit etwa vier Jahren aktiv und besuchte in dieser Zeit viele tolle Locations. Einige kannte ich bereits vorher, andere wiederum lernte ich erst durch das Geocaching kennen. Wenn ich mir die OC-Karte nun genauer betrachte, muss ich leider feststellen, dass es in meiner Homezone so gut wie keine Caches an den von mir favorisierten Locations gibt. Diesen Umstand finde ich doch sehr enttäuschend. Weiterhin gibt es lediglich drei Caches mit einer T5-Wertung in meinem 25 km Heim-Radius.

Nun mag man mir entgegnen: „Mecker nicht rum und leg doch an schönen Locations selbst etwas aus!“. Dieser Einwand käme völlig zu Recht! Was mich bisher jedoch vorm Verstecken auf OC abhält, ist dass dort in meiner Region kaum jemand spielt. Beispielsweise wurde ein im Februar 2014 veröffentlichter Rätselcache (D3/T2) im Stadtgebiet von Gifhorn bis heute erst dreimal gefunden. Wenn ich mir weiterhin die Profile der örtlich ansässigen Cacher anschaue, stelle ich fest, dass bis auf zwei keiner mehr aktiv zu sein scheint. Natürlich macht das Ausarbeiten und Verstecken Spaß, aber ein Cache, der nicht oder fast nicht besucht wird, macht mir als Owner auch wenig Freude.

Andererseits ist mir Opencaching sehr sympathisch, denn Argumente für die Plattform gibt es reichlich: nicht kommerziell, keine aufgeblähten Profilstatistiken, keine Abstandsregel, es gibt virtuelle und Webcam-Caches, die man als Owner auch noch „legen“ kann. Außerdem sind die Entwickler dort anscheinend sehr aufgeschlossen gegenüber Anregungen und Verbesserungsvorschlägen, wie dieser Erfahrungsbericht zeigt.

Doch bei aller Sympathie für OC, ich für meinen Teil werde – zumindest in naher Zukunft – weiterhin vermehrt bei Groundspeak spielen, schon allein weil ich für OC-Klettercaches sehr weit fahren müsste. Ich werde aber auch weiterhin ein Auge auf Opencaching haben, dort Dosen suchen und demnächst einen oder mehrere Caches veröffentlichen. Wie bereits erwähnt rechne ich nicht mit vielen Findern, aber hinsichtlich Langlebigkeit des Caches und Schonung der Natur ist eine überschaubare Besucherzahl ja auch von Vorteil. Beachtung und eine Chance hat die Plattform auf jeden Fall verdient.

 

 

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