Geocaching ist rückläufig

Um Fakten zu diesem Thema hatte ich mich bis vor Kurzem noch nie gekümmert. Vom Gefühl her hatte ich aber auch schon seit einiger Zeit die Vermutung einer rückläufigen Tendenz. Erstmalig entdeckte ich vor ein paar Wochen im Blog von JR849 konkrete Zahlen. Eine über Twitter veröffentlichte Tabelle über neue Geocaches in Deutschland von 2009 bis 2016 zeigt eine eindeutige Entwicklung. Seit 2012 nehmen die neu veröffentlichten Caches stetig ab. Einzig die Anzahl der Events steigt seit 2009 an.

Ich wollte daraufhin gerne einmal wissen, wie die Entwicklung in meiner Homezone (GF, WOB, BS) aussieht. Daher habe ich für vier Cachetypen die neu veröffentlichten bzw. versteckten der letzten drei Jahre einmal zusammengetragen und in den folgenden Grafiken dargestellt.

Quelle: eigene Recherche

Ich denke bis auf einen Ausreißer (Gifhorner „Tradi-Boom“ im Jahr 2016) ist die  Gesamttendenz eindeutig rückläufig. Die Anzahl der Multis und Mysteries geht in allen drei Landkreisen durchgängig zurück. Im gesamten Landkreis Gifhorn (und der ist groß) haben in 2016 gerade einmal ganze zehn Multi-Caches den Weg auf die Landkarte gefunden. In Braunschweig waren es sogar nur sechs!

Der Gifhorner Adventskalender, der in den letzten beiden Jahren stattgefunden hat, trieb die Eventzahl im Landkreis stark in die Höhe. Davon abgesehen liegen die Events auf einem nahezu konstanten Niveau.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen in diesem Jahr darstellen. Meine persönliche Meinung dazu: wenn der Rückgang mit einer Qualitätssteigerung der Caches einhergeht, was meine Hoffnung ist, kann ich diese Entwicklung nur begrüßen.

Rückläufig oder nicht, in oder out, das Spiel hat sich verändert und es wird sich weiter ändern, hoffentlich nicht zum Schlechteren.

3 thoughts on “Geocaching ist rückläufig

  1. Das Bild verdichtet sich, die Publishzahlen sinken. Danke für die Bestätigung, dass es knapp südlich der Elbe auch so aussieht.
    Das muss aber nichts schlechtes bedeuten, wenn, ja wenn denn in 2017 ein paar Caches weniger, unter denen aber bessere gelegt werden.

  2. Hallo Röbü, toller Blog und so will ich auch gleich mal einen Kommentar dazu ergänzen. Bei solchen Statistiken werde ich immer skeptisch. Ist Geocaching wirklich rückläufig? Wie sieht es denn gleichzeitig mit der Gesamtzahl an bestehenden Caches aus? Beliebte Orte sind einfach mit Dosen oder Stationen belegt und es kommt nicht selten zu Abstandskonflikten. Wie sieht es daher mit einer „Sättigung“ an Dosen im Ballungsbereich aus?

    1. Hallo 3N0K,
      erstmal vielen Dank für deinen Beitrag 🙂
      Dein Einwand ist sehr gut und berechtigt. Bzgl. der Gesamtanzahl bestehender Caches und der Anzahl der Archivierungen habe ich keine Zahlen. Dieses im Gesamtpaket zu betrachten, würde sicherlich ein klareres Bild abgeben. Die Entwicklung bei den Multis finde ich jedoch schon krass. Diese könnte aber auch darin begründet sein, dass viele mittlerweile das „Fastfood-Caching“ bevorzugen – viele Punkte in kurzer Zeit.

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