Winteraktivitäten in Lappland

Die ersten Tage im November, der ja eher mit den Adjektiven grau, dunkel und trübe in Verbindung gebracht wird, waren ja durchaus angenehm. Viel Sonne und Tageshöchsttemperaturen bis zu 17 °C hatten wir in der Südheide. Doch mit einem Blick auf den Kalender ist eines sicher, der Winter kommt und die Tage werden noch kürzer. Keine Frage, lange Abende bei loderndem Kaminfeuer und leckeren Heißgetränken haben auch etwas für sich, doch auch im Winter gibt es zahlreiche Gelegenheiten, sich draußen in der Natur aufzuhalten. Und falls die Witterung in der Norddeutschen Tiefebene dazu nicht einlädt, dann verhilft vielleicht eine Reise in den Norden zu besseren Bedingungen. Um einen kleinen Vorgeschmack auf den kommenden Winter zu geben, schreibe ich im Folgenden ein paar Zeilen von meinen Besuchen im schwedischen und finnischen Lappland.

In den Wintermonaten sind in Skandinavien in der Region um den Polarkreis Schnee und Eis garantiert. Von Oktober bis April findet man daher sehr gute Bedingungen für winterliche Outdooraktivitäten vor, die man bedingt auch mit der Suche nach Geocaches verbinden kann. Bedingt heißt in diesem Zusammenhang, dass viele Caches bei einer geschlossenen und hohen Schneedecke schlicht nicht auffindbar sind. Das gilt insbesondere für Gebiete außerhalb der Ortschaften. Die meisten Listings beinhalten daher auch entweder das Attribut „available in winter“ oder eben „not available for winter“.

Doch von nicht auffindbaren Caches sollte man sich den winterlichen Spaß nicht nehmen lassen. Da man die weiße Pracht in großen teilen Deutschlands nur sehr selten vorfindet, ist ein Spaziergang im Tiefschnee immer ein besonderes Erlebnis. Am Polarkreis bieten sich Touren in den Wäldern oder an einem der zahlreichen Seen an. Auch auf den Gewässern lässt es sich gut spazieren, da die Seen und sogar viele Flüsse zufrieren. An den Fußspuren und den Loipen kann man die Begehbarkeit der Gewässer sehr gut erkennen.

 

Lappland ist ein Paradies für Freunde des Skilanglaufs. In vielen Regionen gibt es weit verzweigte Loipennetze, die zur Erkundung der Natur auf zwei Brettern einladen. Aufgrund der kurzen Tage sind einige Strecken beleuchtet, so dass diese auch sehr gut bei Dunkelheit befahrbar sind. Einen solchen Rundkurs habe ich im finnischen Teil Lapplands gefunden und bin diesen einige Male in den Abendstunden abgefahren. Als nicht ganz einfach stellte sich für mich dabei die Wahl der richtigen Kleidung heraus. Da man beim Skilanglauf schnell auf Temperatur kommt, durfte diese nicht zu dick und zu warm sein. Allerdings kühlt man bei der eisigen Außentemperatur (durchschnittlich -22 °C, als ich Anfang März 2018 dort war) bei Verschnauf- und Fotopausen sehr schnell aus. Ein geeigneter Gesichtsschutz ist ebenfalls dringend zu empfehlen. Gut ausgerüstet ist es auf jeden Fall absolut genial auf den Brettern durch den beleuchteten und tief verschneiten Wald zu gleiten. Das hat schon etwas sehr Mystisches und macht ungeheuer viel Freude!

Sehr reizvoll finde ich auch Touren mit dem Motor- oder dem Hundeschlitten. Beide Varianten werden vielfach als geführte Touren angeboten und versprechen jede Menge Spaß. Gefahren bin ich damit bisher noch nicht, aber vielleicht ergibt sich dafür ja nochmal die Gelegenheit.  

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