Elbsandsteingebirge – unsere Empfehlungen

Über das lange Pfingstwochenende waren wir das zweite Mal im Elbsandsteingebirge. Diese Region, die landschaftlich mit Sicherheit zu den reizvollsten in ganz Deutschland gehört, ist ein einmaliges Kletter- und Wanderparadies. In den Waldgebieten an der Elbe, ragen bizarre und turmhohe Felsformationen in den Himmel. Wir haben sowohl die Sächsische Schweiz (deutscher Teil) als auch die Böhmische Schweiz (tschechischer Teil) erkundet. Auf unsere regionalen Highlights möchte ich im Folgenden näher eingehen.

Das Bielatal

Das Bielatal liegt etwa 10 km vom linken Elbufer entfernt und bildet damit bereits den Übergang zum Erzgebirge. Es ist insbesondere als Klettergebiet bekannt, aber auch Wanderer kommen hier auf ihre Kosten. Viele schmale und verwinkelte Wege führen durch die Felsformationen. An vielen Punkten bieten Aussichtspunkte fantastische Panoramablicke. Weiterhin kann man im Bielatal einige Höhlen befahren, die teilweise auch Geocaches beheimaten. Im Bielatal haben wir zwei Wanderungen unternommen, eine davon ist als „Höhlentour im Bielatal“ bei Outdooractive.com zu finden.

 

Die Idagrotte

Die Idagrotte, die offiziell Friensteinhöhle heißt, befindet sich im Nationalpark Sächsische Schweiz, etwa 2 km nördlich von Schmilka. Man kann die große Kluft- und Schichtfugenhöhle auf verschiedensten Wanderrouten erreichen. Der Zugang selbst erfordert allerdings eine kleine Mutprobe. Der Eingang zur Höhle ist nur über ein schmales Felsband zu erreichen. Dieses ist jedoch mit Haltegriffen gesichert und die luftige Passage ist nach wenigen Metern geschafft. Als Belohnung lockt die Besichtigung der sehenswerten Grotte, eine herrliche Aussicht und für Geocacher ein Earth Cache.

Stiegentour

In der Sächsischen Schweiz gibt es einige Klettersteige. Der bekannteste und schönste davon ist die Häntzschelstiege, die sehr gut mit der Zwillingsstiege kombinierbar ist. Im weiteren Verlauf der Wanderung lässt sich auch die Idagrotte (s.o.) gut in die Route integrieren.

Wir haben die Zwillings- und die Häntzschelstiege mit einer Achterseilschaft am Ostermontag 2015 bei Schneetreiben beklettert. Damals war das unsere Klettersteigpremiere und speziell bei der Witterung ein ziemliches Abenteuer. Anstelle von Fotos verweise ich hier auf das Video unserer Begehung.

Das Prebischtor

Das Prebischtor befindet sich im tschechischen Teil des Elbsandsteingebirges und ist mit über 26 Metern Spannweite das größte Felsentor der Region. Um das Prebischtor zu erwandern, bietet sich als Startpunkt entweder der Grenzübergangsort Hrensko oder das Dörfchen Mezni Louka an. Insbesondere an langen Wochenenden machen sich bei entsprechender Witterung allerdings ganze Heerscharen von Wanderern zum Prebischtor auf, so dass dieses dann sehr überlaufen ist. Mit dem Restaurant vor Ort bekommt man dann zwangsläufig den Eindruck sich an einem „Touri-Hotspot“ zu befinden. Die geologisch äußerst interessante Felsformation ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert und der Weg dorthin sowieso.

Kleines Prebischtor und Felsenburg Saunstejn

Eine weitere sehr schöne Trekkingtour im tschechischen Teil habe ich ebenfalls im Portal von Outdooractive.com, unter dem Titel „Rundwanderung durch die Böhmische Schweiz„, eingestellt. Im Verlauf der Tour kommt man gleich an zwei Sehenswürdigkeiten aus dem Sandsteinfels vorbei: dem kleinen Prebischtor und der Felsenburg Saunstejn.

Das schöne an dieser Route ist, dass wir selbst am langen Pfingstwochenende bei Kaiserwetter, abschnittsweise keiner Menschenseele begegnet sind. An den o.g. Sehenswürdigkeiten trifft man jedoch zwangsläufig auf andere Besucher.

Um bis ganz oben auf die Felsenburg zu gelangen ist ein wenig Kletterei über Leitern und Felsstufen notwendig. An einigen Stellen ist es sehr eng und steil, aber bei entsprechender Vorsicht ist der Aufstieg auch für Ungeübte gut machbar.

Was ist mit der Bastei?

Die berühmte Felsformation mit der angrenzenden Felsenburg Neurathen ist wohl die größte Touristenattraktion in der Sächsischen Schweiz. Zugegebenermaßen ist die Location imposant und die Aussicht bis tief ins Elbtal und über das Gebirge ist fantastisch. Doch davon abgesehen ist die Bastei vor Allem eines: ein Touristen-Nepp. Reisebusse karren hunderte von Menschen heran. Souvenirgeschäfte, Kioske und Restaurants wirken in dieser einzigartigen Landschaft einfach nur grotesk und sind völlig fehl am Platz.

Ich würde daher davon abraten die Bastei zu besuchen, und dafür lieber eine Wanderung auf nicht so überlaufenen Wegen empfehlen. Denn beeindruckende Felsformationen und Aussichtspunkte gibt es jede Menge in dieser wunderschönen Region.

 

Warst Du auch schon einmal im Elbsandsteingebirge? Findest du Deine Highlights hier wieder oder würdest Du andere Locations ergänzen?

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