Earthcachetour in der Vulkaneifel

Blick auf die Mosel

Für unseren diesjährigen Ostertrip fiel die Wahl auf die Eifel. Da wir einige Wanderungen unternehmen wollten und ich sehr an den Spuren der Erdgeschichte interessiert bin, schien uns dieses Mittelgebirge mit vielen interessant klingenden Earthcaches als ein ideales Ziel. Unser Feriendomizil lag in Bernkastel-Kues und nach der mehrstündigen Anfahrt vertraten wir uns abends bei einem Multi noch ein wenig die Beine. Der Multi war eine gute Wahl. Die Streckenführung ging durch ein Waldstück über einen Aussichtpunkt mit Moselblick und teilweise durch die Weinberge zurück zum Ausgangspunkt. Auf der etwa drei Kilometer langen Runde wurden wir mit viel Sonne verwöhnt.

 

Die Alf bei Strohn
Das Pulvermaar

Am nächsten Tag fuhren wir in den kleinen Ort Strohn, dessen Umgebung vom Vulkanismus der Eifel geprägt ist. Wir starteten unsere Wanderung an den bekannten Lavabomben und von dort aus in südliche Richtung durch die reizvolle Strohner Schweiz. Bevor wir uns damit auseinandersetzen konnten welche Kräfte das Wasser der Alf  aufbringen musste, um sich durch meterdicke Lavaschichten zu graben, mussten wir das Flüsschen erstmal auf unkonventionelle Weise überqueren, da die auf der Karte eingezeichnete Brücke nicht mehr existiert. Das kleine Abenteuer „Stonehopping“ gelang, und wir erreichten trockenen Fußes das andere Ufer. Ein nasser Fuß hätte bei Außentemperaturen um die 6 °C das Ende der Wanderung bedeutet. Dass die Vulkaneifel neben den Maarseen auch Trockenmaare zu bieten hat, durften wir bei den Augen der Eifel lernen. Danach ging es über den Wartgesberg weiter nach Norden bis zum beeindruckenden Pulvermaar. Unsere dortige Picknickpause verkürzte der böige und kalte Wind. Bevor wir zurück nach Strohn kamen, erfuhren wir noch warum das Strohner Märchen ein Trockenmaar geworden ist.

In der Teufelsschlucht

Tags darauf reisten wir ein paar Kilometer bis in die Südeifel. Dort stand eine Wanderung durch die Teufelsschlucht und nachmittags ein Stadtbesuch in Trier auf dem Plan. Die Teufelsschlucht bietet uns Geocachern gleich zwei Earthcaches und obwohl der mit dem Namen der Schlucht im Titel etwa fünfmal so viele Favoritenpunkte hat, fand ich die Verwitterung des Luxemburger Sandsteins von der Aufgabenstellung her viel interessanter. Durch eine Landschaft, die uns stellenweise an das Elbsandsteingebirge  erinnerte, erreichten wir schließlich die Irreler Wasserfälle.

Porta Nigra in Trier

Dort picknickten wir bei viel Sonnenschein auf einem großen Fels in der Prüm und lösten die Aufgaben des EC. Für den Rückweg wählten wir Waldwege unterhalb der Schlucht. Hier war die Landschaft nicht so spektakulär wie zwischen den Felsen, dafür hatten wir den Wald ganz für uns allein.

Am dritten und letzten Tag starteten wir aus dem kleinen Ort Andel südlich der Mosel. Daher verlief diese Wanderung nicht durch die Eifel, sondern durch den Hunsrück. Nach einem steilen Anstieg durch das Goldbachtal wanderten wir bis zur Wilhelmshöhe, wo wir mit einem schönen Blick über die Mosel belohnt wurden. Ein Earthcache lag nicht auf unserer Route, aber wer weiß, vielleicht entsteht dort bald einer.

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