Autor: Röbü

Testbericht: Das GriGri Plus im SKT-Einsatz

Vor einigen Wochen hörte ich im Podcast der Cachefrequenz von der Einführung des neuen GriGri Plus von Petzl. Da ich seit Jahren überzeugter Nutzer des Vorgängermodells (GriGri 2) bin, war mein Interesse bezüglich des neuen Sicherungsgerätes sofort geweckt.

Hintergrund und technische Daten

Anwendungsbereich
Vergleich: GriGri 2 (links), GriGri Plus (rechts)

Das GriGri wurde seinerzeit als Halbautomat für den Einsatz im Sportklettern entwickelt. Im Jahr 2011 kam mit dem GriGri 2 eine überarbeitete Version auf den Markt. Das GriGri 2 hat für mich, verglichen mit anderen Sicherungsgeräten, einige auf der Hand liegende Vorteile. Es ist recht leicht, sehr kompakt, sowie einfach und gut in der Handhabung. Das GriGri 2 hat jedoch einen entscheidenden Nachteil, Continue reading „Testbericht: Das GriGri Plus im SKT-Einsatz“

Virtuelle Auszeichnung von Groundspeak

Dass Groundspeak eine Belohnungsaktion gestartet hat, in deren Rahmen einige wenige Owner das Anrecht erhielten einen virtuellen Geocache zu legen, ist komplett an mir vorbei gegangen. Erst als ich kürzlich einen entsprechenden Artikel von JR gelesen habe, wurde ich darüber informiert, dass die top 1% der Owner mit Qualitätscaches* nun ein Jahr Zeit haben, diesen im Jahr 2005 abgeschafften und seltenen Cachetyp zu veröffentlichen. 4000 Listings wurden unter den Dosenversteckern dieser Welt verteilt. Über mögliche Kriterien, die Groundspeak für die Auswahl zu Grunde gelegt haben könnte, machte ich mir keine Gedanken, da ich nicht im Entferntesten damit rechnete zu dieser „Elite“ zu gehören. Und was mich nicht betrifft…**

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Quo vadis deutsche Rechtschreibung?

Ich bin weder Deutschlehrer noch besitze ich überdurchschnittliche Kompetenzen in der Orthographie, ich finde jedoch, dass man sich beim Verfassen von Texten nach bestem Wissen und Gewissen an die deutsche Rechtschreibung halten sollte. Dies gilt erst recht, wenn diese Texte auch noch öffentlich einsehbar sind.*

Den Anstoß zu diesem Artikel lieferten Continue reading „Quo vadis deutsche Rechtschreibung?“

Auf das Dach von Tirol

Die Kreuzspitze, gelegen im südlichen Ötztal unweit der Grenze zu Italien, gilt als „leichter Dreitausender“ und ist bei geeigneten äußeren Bedingungen ohne Bergsteigerausrüstung erklimmbar. Für unseren Urlaub im Juli 2017 hatten wir diese Tour, bei der insgesamt fast 1600 Höhenmeter bewältigt werden müssen, quasi als Königsetappe auserkoren. Als Belohnung für die Strapazen winkte ein grandioser Ausblick (bei entsprechendem Wetter) und für die Geocacher ein Tradi direkt am Gipfelkreuz. Am späten Vormittag des 4. Juli brachen wir gut vorbereitet von unserem Urlaubsdomizil auf in dieses alpine Abenteuer.

Blick auf Vent

Bevor wir die Wanderschuhe schnürten, machten wir noch einen Abstecher zur Timmelsjoch Hochalpenstraße. Aus dem Ötztal heraus ging es in unzähligen Spitzkehren auf eine Höhe von 2509 Metern bis zur italienischen Grenze. Neben dem Füllen unserer Wissenslücken hinsichtlich der geschichtlichen und geografischen Bedeutung des Passes und den fantastischen Panoramablicken, gab es auch noch einen kleinen LP-Tradi zu finden. Somit hatte sich der Besuch des Timmelsjoches für uns auf jeden Fall gelohnt.

Anschließend fuhren wir weiter in das Bergsteigerdorf Vent, von wo aus wir unsere Tour auf die Kreuzspitze am späten Nachmittag starteten. Um unser Zwischenziel, die auf 2501 Meter gelegene Martin-Busch-Hütte zu erreichen, mussten wir ca. 10 km weitestgehend gut ausgebauten Wanderweg zurücklegen und 600 Höhenmeter  überwinden. Am frühen Abend kamen wir an der Hütte an. Nachdem wir eingecheckt und anschließend ausgiebig zu Abend gegessen hatten, legten wir uns früh in die knarrenden Betten.

Am nächsten Morgen starteten wir nach dem Frühstück mit dem Aufstieg zur Kreuzspitze. Das Wetter meinte es gut mit uns, ein strahlend blauer Himmel an dem sich kaum eine Wolke zeigte, motivierte uns zusätzlich die knapp 1000 Höhenmeter in Angriff zu nehmen.

Blick auf die Martin-Busch-Hütte
Der Brizzisee aus 3000m üNN

Der Weg verlief zunächst in Serpentinen durch steinige Bergwiesen, zwar steil aber einfach begehbar. Schon bald hatten wir einen schönen Blick auf die nun schon 200 Meter unter uns gelegenen Martin-Busch-Hütte. Langsam verschwand die Vegetation und der Weg wurde steiniger. Auf einer kleinen Hochebene an der Ruine der ehemaligen Brizzihütte, legten wir auf 2900 Meter eine erste Rast ein.

Einen weiteren kräftezehrenden Anstieg weiter, passierten wir die 3000 Meter Höhenlinie und erreichten bald den bisher technisch anspruchsvollsten Teil der Wegstrecke. Diese führte uns über ein großes Feld aus groben Urgestein. Um diese großen Felsen zu passieren, war sehr gute Trittsicherheit erforderlich. Im Anschluss ging es durch ein Schneefeld weiter aufwärts Richtung Gipfel. Über einen steinigen und steilen Weg schlängelten wir uns auf einen Sattel, von dessen Rücken aus das Gelände zu zwei Seiten abfällt. Uns bot sich eine grandiose Aussicht und wir waren fast am Ziel. Nur ein ziemlich steiler Grat trennte uns noch vom Gipfel, allerdings war dieser auf einer geschätzten Länge von 30-50 Metern noch mit einem Schneefeld bedeckt. Nach reiflicher Überlegung und dem Abwägen der Risiken, entschieden wir uns schweren Herzens unsere Gipfeltour an dieser Stelle abzubrechen. Mit den Kindern und ohne Zusatzausrüstung erschien uns die Durchquerung des Schneefeldes auf dem recht schmalen Grat zu gefährlich. Ein bis zwei Wochen später hätten wir wahrscheinlich mehr Glück gehabt. So genossen wir nochmals die Panoramen vom Sattel auf ca. 3350 Metern, Richtung Norden auf die Ötztaler Alpen mit der imposanten Wildspitze und Richtung Süden auf die italienischen Gipfel Südtirols.

anstrengender Aufstieg
Schneefeld auf 3200m üNN
Panorama vom Sattel der Kreuzspitze

 

 

 

 

 

 

Den Rückweg nach Vent absolvierten wir am selben Tag. Nach 900 Höhenmetern bergauf und 1500 Höhenmetern bergab, kamen wir am frühen Abend des 5. Juli völlig platt aber sehr zufrieden wieder am Parkplatz in Vent an. Für den Tradi am Gipfelkreuz blieb uns leider nur ein DNF, aber da die Weisheit „der Weg ist das Ziel“ für die Tour zur Kreuzspitze geradezu prädestiniert ist, können wir damit gut leben.

DNF? Niemals!

Das Thema Punkt- und Statistikgeilheit habe ich an dieser Stelle schon des Öfteren aufgegriffen und auch andere Blogger haben sich bereits mehrfach daran ausgelassen. Der Stoff für weitere Beiträge zu diesen wenig angenehmen Eigenschaften einiger Cacherkollegen, scheint jedoch kein Ende zu nehmen. Während unseres Sommerurlaubs, der nun leider wieder beendet ist, stieß ich mehrfach auf Schriftverkehr in Online-Logbüchern, der mich wieder einmal mit dem Kopf schütteln ließ.

Im Rahmen unserer Ferien in den Alpen fuhren wir über die Timmelsjoch Hochalpenstraße und Continue reading „DNF? Niemals!“

Noch ein neues Symbol

Nachdem ich an dieser Stelle bereits vor einigen Tagen einen Artikel zum neuen blauen Smiley veröffentlicht habe, erscheint hiermit eine Art Fortsetzungsbeitrag zu neuen Symbolen auf der Karte von Groundspeak. Den meisten von Euch wird die Funktion bekannt sein, dass man die gelisteten Koordinaten eines Geocaches ändern kann. Ich (und viele andere sicher auch) nutze diese Funktion bei Mysteries, die ich gelöst habe. Bisher erschien dann im kleinen Kartenausschnitt auf der jeweiligen Listingseite das Fragezeichensymbol an der Stelle der Lösungskoordinate. Auf der Hauptkartenansicht blieb das Fragezeichen an der ursprünglichen Position. Jetzt hat Groundspeak das etwas anders gelöst. Caches bei denen man die Koordinaten geändert hat, erscheinen nun als blaues Puzzleteil und nicht mehr an der Position der Listing-KO, sondern an der Final- bzw. Start-KO (siehe Bild 1). Continue reading „Noch ein neues Symbol“

Bitte mehr davon!

Neulich habe ich mich einmal mehr über ein inhaltsloses Kurzlog geärgert, das ich bei einem meiner Caches erhalten habe. Ganze sieben Wörter (zzgl. der obligatorischen Dankesfloskel) hat der Finder zustande gebracht. Bei einem recht aufwendigen 9-Stationen Multi, sind das gerade einmal 0,78 Wörter pro Station. Was für eine sensationelle Leistung!

Ich habe mich an dieser Stelle bereits des Öfteren zu Kurzeinträgen und anderer seltsamer Verhaltensweisen, was das Loggen betrifft, ausgelassen. Da ich nun nicht schon wieder zu diesem Thema rummeckern möchte, habe ich mir gedacht, ich gehe den anderen Weg und schreibe einen Beitrag, in dem ich Geocacher erwähne, die schöne, meist ausführliche und kurzweilige Logs schreiben. Vielleicht lässt sich ja der eine oder andere Kurzlogger von positiven Beispielen inspirieren. Die Hoffnung stirb jedenfalls zuletzt!

Meine persönlichen Top 3 der Logverfasser aus der Region GF / WOB / BS möchte im Folgenden kurz vorstellen. Die Protagonisten sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

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Ein Lächeln fürs Versagen

My DNFs – jetzt auch in der Karte

Seit einiger Zeit, ich kann nicht sicher sagen seit wann genau, bietet Groundspeak die Möglichkeit sich seine nicht gefundenen Dosen als DNF-Symbol auf der Karte anzeigen zu lassen (siehe Bild). Wahrscheinlich wurde diese Funktion im Rahmen der jüngsten „Innovationsoffensive“ (Logseite, Dashboard und Profilseite) implementiert, bemerkt hatte ich dieses Gimmick jedoch erst, als mich mein Kumpel 3N0K vor Kurzem darauf aufmerksam gemacht hat.

Zugegeben ist der Gesichtsausdruck des Emoticons Continue reading „Ein Lächeln fürs Versagen“

Traversieren im Baum

Bild 1

Bei den meisten mit T5 gelisteten Dosen in Deutschland handelt es sich wahrscheinlich um Baumklettercaches. Wer sich damit befasst und aktiv auseinandersetzt, wird zwangsläufig irgendwann vor der Aufgabe stehen, dass ein Behälter nicht nah am Stamm, sondern einige Meter außerhalb im Kronenbreich des Baumes angebracht ist. Für solch eine Kletteraufgabe ist der Schwierigkeitsgrad etwas höher und es ist ein wenig mehr erforderlich als das obligatorische hoch-loggen-runter. Continue reading „Traversieren im Baum“

Warum denn D5?

Anscheinend liegen sie voll im Trend, die sogenannten Biltema-Caches. Mir zumindest kommt es so vor, als wäre in letzter Zeit ein regelrechter Hype um diese aus Schweden stammende Spielart des Geocachings ausgebrochen. Auch im Podcast der Cachefrequenz  wurde im Rahmen eines T5-Themas über Biltema-Caches gesprochen. In einem Kommentar zur entsprechenden Folge merkte ein Hörer an, dass diese „Pflück-Caches“ nicht mit T5, sondern mit bis zu D5 zu bewerten seien. Er argumentierte, dass ein Cache mit T5 zu bewerten sei, wenn man Zusatzausrüstung benötigt, um seinen Körper an die Dose zu bewegen (Kletterausrüstung, Boot, etc.), sonstiger Einsatz von Werkzeug (Biltema-Angel, Lockpicking-Set, etc.) würde in die D-Kategorie gehören. Diese Differenzierung leuchtet mir ein und ich kann diese prizipiell teilen.

ist das auch D5?

Ich verstehe allerdings nicht ganz, warum die Biltema-Dosen sehr oft mit einem fünfer D-Rating bewertet werden. Wir alle haben schon Caches gemacht, bei denen magnetisierte oder mit Stahlplättchen versehene Behälter mit einem Teleskopmagneten oder einer Magnetangel aus irgendwelchen Rohren, Nischen oder dergleichen gezogen werden mussten. Ohne die entsprechenden Listings wieder rauszukramen, behaupte ich, dass kein einziger dieser Caches mit D5 bewertet wurde. Es sei denn, es musste im Vorfeld ein knackiges Rätsel gelöst werden, welches die fünf D-Sterne rechtfertigt. Eine Magnetangel ist aber auch ein Werkzeug und wo ist der Unterschied, ob ich eine Dose von unten nach oben oder von oben nach unten angele? OK, im ersten Fall hilft mir beim Zurücklegen „der Newton„, aber rechtfertigt diese Tatsache D5-Wertungen beim „von oben nach unten Angeln“? Werkzeug ist Werkzeug und Angel ist Angel, oder?

Im Gegensatz zur D/T-Einstufung der Biltema-Caches wundere ich mich um deren Hype ganz und gar nicht. Für die Statistikcacher sind die Angel-Caches ein gefundenes Fressen, da diese doch die Möglichkeit bieten, sich die Matrix im hohen Schwierigkeitsbereich aufzupolieren, ohne dass man sich mit schweren Rätseln auseinandersetzen muss. Das verpönte Abzocken von Koordinaten entfällt damit auch, und Passagen wie „…mit sehr viel Hilfe befreundeter Cacher…“ wird man in den Logs nicht mehr lesen.

Machen wir uns nichts vor, aus reiner Freude geht niemand mit Stippruten im Wald spazieren. Hier lockt der schnell verdiente Sternensegen und sonst nichts. Sollte sich unter den Biltema-Enthusiasten allerdings doch jemand befinden, der ausschließlich wegen des Spaßes mit langen Stangen in Bäumen hantiert, ist sie/er nächsten Herbst gerne bei mir zu Hause eingeladen – zum Äpfel pflücken.