Alt und schön = erhaltenswert?

Es ist ein ziemlich alter Multicache in Braunschweig, veröffentlicht im November 2004. Damals hatte ich nicht einmal ansatzweise eine Ahnung was Geocaching ist bzw. das es so etwas gibt. Mehr als 12 Jahre später wurde ich auf den Cache aufmerksam und nahm mir vor diesen zu suchen, da drei Faktoren mein Interesse weckten:

  • das Alter
  • der Cache wurde seit mehr als einem Jahr nicht mehr gefunden
  • die Wegführung versprach einen Aufenthalt in sehr schöner Landschaft (Mäander der Oker)

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Leichenfledderei bei Geocaches

Die Möglichkeit bei gc.com einen Favoritenpunkt auf einen qualitativ guten Cache zu geben, halte ich grundsätzlich für sinnvoll und der größte Teil der Owner dürfte sich freuen, wenn ein Finder ein schönes Log noch mit einer Blauen Schleife garniert.  Es ist zwar nicht unbedingt ratsam lohnenswerte Geocaches ausschließlich nach der Anzahl vergebener „Favos“ zu suchen, aber ein nützliches Kriterium sind diese in der Regel schon. Demzufolge sind Favoritenpunkte aus meiner Sicht in erster Linie eine „machen! – Empfehlung“ für den Cache (Ausnahmen siehe dieser Beitrag). Gemäß dieser Sichtweise habe ich meine vergebenen FPs, von archivierten Caches, getreu dem Motto „ein archivierter Cache benötigt keine machen! – Empfehlung“, teilweise wieder abgezogen. Da ich weiß, dass einige andere Cacher aus meinem Dunstkreis Continue reading „Leichenfledderei bei Geocaches“

Morgen ist der 1. April

Morgen ist es wieder soweit, der Foolsday steht unmittelbar bevor. Erinnert Ihr Euch noch an die schwachsinnigen „tollen“ Joke-Caches vom letzten Jahr? Über alle Kontinente verteilt und in allen* D/T-Kombinationen konnte virtuell die Statistik aufgeblasen werden. Tausende Cacher waren hellauf begeistert, in allen Kontinenten Länderpunkte einzuheimsen. Die ach so aussagekräftige Matrix konnte noch viel leichter gefüllt werden, als es z.B. mit einem Vogel möglich wäre. Gibt es eigentlich eine Challenge „5 Kontinente in 5 Minuten“? Continue reading „Morgen ist der 1. April“

Interview mit einem GC-Pionier

Quelle: Wikipedia

Über diesen Blogbeitrag freue ich mich persönlich ganz besonders, denn mit Luke Short konnte ich einen Veteranen der niedersächsischen Geocachingszene für ein Interview gewinnen. In meiner Anfangszeit habe ich nicht lange gebraucht, um festzustellen, dass die Caches von Luke Short besondere sind. Er führt die Suchenden an attraktive Locations, die sehr oft einen historischen Hintergrund haben. Geht man diese Aufgaben mit offenen Augen und gut vorbereitet an (z. B. aufmerksames Lesen des Listings), kommt man zwangsläufig mit dem Flair des ursprünglichen Geocachings in Berührung. Insbesondere wird sich natürlich die regionale Community für die Antworten dieses Pioniers interessieren, doch auch überregionale Cacher dürfen auf die Statements von Luke Short gespannt sein. Continue reading „Interview mit einem GC-Pionier“

Earth Caches I: Steinläuse in der Oker

Mit diesem Artikel eröffne ich eine neue Kategorie in meinem Blog. Hier möchte ich in unregelmäßigen Abständen
über Earth Caches schreiben, die aus meiner Sicht besonders interessant und sehenswert sind. Ich mache diesen Cachetyp sehr gern, da ich geologisch interessiert bin und die Locations nicht selten landschaftliche Highlights darstellen. Für den ersten Earth Cache, den ich hier aufgreife, möchte ich gar nicht weit in die Ferne schweifen. Er befindet sich im Harz und trägt den Titel „Steinläuse im Okertal ???„. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich schreibe, dass es bei dem Cache thematisch um eine spezielle Verwitterung des lokalen Gesteins geht.  Continue reading „Earth Caches I: Steinläuse in der Oker“

Ein Vogel und ein Manager des Jahres

Als ich vor einigen Tagen eine Wanderroute im Harz planen wollte, scrollte ich auf der GC-Karte ein wenig zu weit nach Süden und entdeckte dort eine seltsame blaue Gestalt, die aussah wie eine Fliege oder ein Drache. Ein Klick auf einen der Mysteries offenbarte dann, dass die Gestalt einen Vogel darstellen soll und es sich dabei um eine Serie handelt, welche die komplette 81er Matrix abdeckt. Gelegt von einer Sockenpuppe Ownergemeinschaft hatte der von mir geöffnete Cache seit Mitte 2015 schon über 500 Funde angehäuft, und das bei einem D-Rating von „5“ – Respekt!! Grund genug für mich einmal einen satirischen Blick auf diesen Trail zu werfen. 

Lest im Folgenden was sich seit dem Publish im Juli 2015 im Umfeld der Runde ereignet hat… Continue reading „Ein Vogel und ein Manager des Jahres“

CITO – von Umweltbewusstsein und weiteren Werten

Schon weit vor dem offiziellen CITO-Wochenende fand in der Nähe von Gifhorn bereits Anfang März eine Landschaftssäuberung statt. Dem Aufruf des Landkreises zu Müllsammelaktionen folgte u.a. auch ein Geocacher und organisierte für Gleichgesinnte ein entsprechendes Event. Meiner Vermutung* nach sind CITOs generell immer recht gut besucht, was wohl daran liegt, dass es dafür ein relativ seltenes Icon zu verdienen gibt. Dieser CITO lockte jedoch auch noch mit einer T5-Wertung, so dass nicht nur lokale Geocacher von dem Event angezogen wurden wie schillernde Brummer von einem frischen Kuhfladen. Darüber hinaus wurden zusätzlich noch fünf neue Traditionelle veröffentlicht. Über den Sinn dieser Caches mag man geteilter Meinung sein, aber der Owner (welcher auch Owner des CITO war) hat es sicherlich gut gemeint, denn noch viel lieber als Müll Continue reading „CITO – von Umweltbewusstsein und weiteren Werten“

Eine Begegnung der anderen Art

Quelle: Wikipedia

Ein nicht unerheblicher Reiz beim Geocaching besteht darin, sich in der Natur zu bewegen, ganz egal ob bei einer Wanderung in reizvoller Landschaft, einem Spaziergang durch den Wald oder auch beim Klettern. Dabei trifft man zwangsläufig auch auf wild lebende Tiere. Bei mir zumindest ist es so, dass ich noch nie so vielen Wildtieren begegnet bin, seitdem ich Geocaching betreibe. Das liegt natürlich nicht primär an dem Spiel selbst, sondern daran, dass ich mich einfach wie eingangs erwähnt viel öfter in Wald und Flur aufhalte als früher.

Was die Tierbegegnungen angeht, hat vielleicht jeder so seine „Highlights“. Kaninchen, Rehwild und in der entsprechenden Jahreszeit auch Frösche, Kröten und andere Amphibien gehören dabei fast schon zum Standard. Durchaus außergewöhnlicher Continue reading „Eine Begegnung der anderen Art“

Einheitslogs – Nein Danke!

Grundsätzlich freue ich mich über jedes Log, welches bei meinen eigenen Caches eintrifft, und ich lese diese Zeilen mit Begeisterung, erst recht wenn die Finder wahre Erlebnisberichte formulieren, bei denen man das Gefühl hat, bildlich an deren Erfahrungen teilhaben zu können. Klar, nicht jedem liegt es, ausgeschmückte Geschichten zu schreiben, und nicht jeder Cache hat solche Logs verdient, aber ich finde, dass die Qualität des Logs der Qualität des Caches angepasst werden sollte. Denn was mich als Owner wirklich ärgert ist, wenn ich für einen Cache, bei dem ich sowohl ins Listing als auch in den Outdoorteil einiges an Mühe gesteckt habe, als „Lohn“ ein nichtssagendes Log wie dieses bekomme.  Continue reading „Einheitslogs – Nein Danke!“

Offizielle Erlaubnis für T5er?!

Gleich sechs neue Caches mit der Terrainwertung „5“ sollen demnächst in den Wäldern der näheren Umgebung „aufploppen“. Das gibt endlich wieder Futter für die Höhenluftliebhaber! Alles könnte so schön sein, doch da die sechs Bäume in einem Landschaftsschutzgebiet (LSG) stehen, macht der Reviewer dem Vorhaben nun einen Strich durch die Rechnung und fordert eine behördliche Erlaubnis. Für den Owner heißt das durch die Blume gesprochen: „Hier legst du keinen Klettercache!“. Denn wer wird schon das Risiko auf sich nehmen und einen Klettercache explizit erlauben? Dazu kommt in vielen Fällen die Schwierigkeit erst einmal herauszufinden, wer für die Frage nach der Erlaubnis zu kontaktieren ist. Nicht selten wären dafür kostenpflichtige Anfragen beim Katasteramt notwendig.

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